Berndt Schulz

 

Bühnenautor, Filmjournalist, Publizist, Romanschriftsteller.

In der Mark Brandenburg geboren. Aufgewachsen in Berlin. Nach neun Jahren unergiebiger Schule Elektrikerlehre, diverse Jobs, Buchhändlerlehre. Zwei Jahre schwere Krankheit, Operationen, Sanatoriumsaufenthalte, Wegzug aus Berlin nach Stuttgart. Dort für die Gewerkschaft HBV politisch aktiv. 197o nach Frankfurt. Abitur auf dem Abendgymnasium, Studium der Publizistik, Germanistik, Philosophie und Geschichte. Erwachsenenbildung, journalistische Tätigkeit, Verlagslektor. Seit 1980 Literaturproduzent und freier Autor. Ab 1980 Veröffentlichungen in großen Publikumsverlagen. Zunächst im Bereich Film, Filmgeschichte, Stargeschichte, dann Sachbücher und Biografien, z.B. über Marlene Dietrich, Nicolas Hayek, Thor Heyerdahl.

Hinwendung zur Belletristik mit zwei Thrillern. „Mörderische Entscheidung“ (1991) und „Die Zugfahrt“ (1994). Acht Historische Romane unter dem literarischen Pseudonym Mattias Gerwald, zuletzt „Die Geliebte des Propheten“ (2006), über Aisha, die einzige Frau, die im Islam jemals eine führende Rolle spielte, und „Das Mordkomplott“ (2012), über den Einfluss des Tempelritterordens bei der Gründung Berlins im 13. Jahrhundert.

Berndt Schulz, ist der literarische Schöpfer des Polizeiteams um Hauptkommissar Martin Velsmann, über den der Hessische Rundfunk urteilte: „Velsmann ist eine Figur, ausgestattet mit allen Ingredienzien eines literarischen Ermittlers.“

In den letzten Jahren entstanden die zwischen Frankfurt und Fulda angesiedelten Romane: „Novembermord“ (Fischer Verlag, 2004), „Engelmord“ (Aufbau Verlag, 2006), „Regenmord“ (Aufbau Verlag, 2007). Ende 2007 erschien im CoCon Verlag der Krimi „Frühjahrserwachen“, in dem eine regionale Sonderkommission eine Mordserie rund um den neuen Mittelpunkt der Europäischen Union im hessischen Gelnhausen aufklärt. Danach veröffentlichte er die Kriminalromane: „Die verzauberten Frauen“ (2011) und „Moderholz“ (2012). Im Herbst 2015 erschien sein Roman „Eine Liebe im Krieg“ im Monogramm Verlag, im Frühjahr 2016 sein Krimi „Wildwuchs“ im Gmeiner Verlag.

Mit seinen literarisch anspruchsvollen und zeitkritischen Romanen und vor allem mit seinen Krimis hat sich der Autor inzwischen einen festen Platz unter den namhaften deutschen Kriminalschriftstellern erobert. „In seinen äußerst lesenswerten Krimis geht es dem Autor nicht nur um die Tat und ihre Aufklärung, sondern um ein weiter gefasstes Bild: Das Verbrechen ist der Fingerabdruck der Gesellschaft.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung).

Berndt Schulz leitet seit mehreren Jahren eine Schreibwerkstatt für angehende Krimiautoren. In den letzten Jahren schrieb er auch Krimi-Theaterstücke, die auf verschiedenen Bühnen bei Sommerfestivals, z.B. bei den „Burgfestspielen Alzenau“ zur Aufführung kamen. 2015 wurde seine schwarze Komödie „Unser schönes Leben“ beim „Kultursommer Mittelhessen“ auf Schloss Eisenbach aufgeführt, im Januar 2016 folgte eine weitere Aufführung im Comoedienhaus Wilhelmsbad in Hanau.

Er lebt mit Ehefrau und Katze als Schriftsteller und freier Autor in Frankfurt am Main und inzwischen überwiegend in Nordhessen.

Fotos: © Anita Heck